Bei vielen Freizeitläufern steht das allseits geschätzte aber oft als mühselig empfundene Core-Training auf der Liste der Neujahrsvorsätze. Das Core-Training konzentriert sich auf die Entwicklung von Kraft und Stabilität im Rumpf, was zu einer besseren Performance in Laufschuhen führen soll. Zur Core-Muskulatur zählen alle Muskeln im Bereich der Hüften und darüber, welche das Rückgrat stützen und alle Beuge-, Streck- und Rotationsbewegungen des Rumpfes und der Hüften ermöglichen.

Die positiven Auswirkungen des spezifischen Trainings für Läufer sind unbestritten. Ein klarer Pluspunkt ist auch, dass man die meisten Übungen praktisch überall ausführen kann, denn man benötigt weder Equipment noch viel Platz. Für alle Berliner, die lieber in der Gruppe trainieren, habe ich einen tollen Tipp: Nutzt die Freestyle Workouts in der RUNBASE Berlin, die man momentan noch kostenlos mitmachen kann. Ich persönlich ziehe ja das Gruppen-Schwitzen vor, weil ich alleine schneller die Motivation bei Übungen verliere, die ich anstrengend finde.

Heimtückisch an den Core-Übungen wie Planks und Crunches in allen Variationen finde ich, dass sie ziemlich einfach aussehen und bei korrekter Ausführung trotzdem extrem anstrengend sind. Messeinheit für den Erfolg ist meistens die Zeit, etwa ein neuer Halterekord im Plank, und nicht ein Gewicht, welches man angehoben hat und das die körperliche Leistung dramatisch veranschaulicht und auf den Punkt bringt. Da kann man sich dann viel leichter einmal selbst auf die Schulter klopfen.

Aber warum macht eine starke Körpermitte einen Läufer eigentlich besser und schneller? Starke Muskeln im Bauch und in den Hüften sorgen unter anderem für energetischere, ausgreifendere Schritte und können im Wettkampf bei einem Endspurt äußerst gewinnbringend sein. Ganz automatisch verbessert sich auch der Laufstil, die Schnellkraft nimmt zu und man läuft effizienter. Und das Beste: Das Verletzungsrisiko nimmt gleichzeitig ab.