(English summary below) Du hast irgendwann im letzten Jahr in einer lockeren Runde, vielleicht bei einem anregenden Gläschen Wein, einen Pakt mit deinen fitten Freunden getroffen: Ich laufe mit euch den Berliner Halbmarathon im April, jawohl! Nun, die Zeit ist das einzige, was seitdem gerast ist. Zum Trainieren bist du in den letzten Monaten so gut wie gar nicht gekommen. Du hast den Schuss wohl nicht gehört, aber in zwei Tagen wirst du den Startschuss hören, so viel ist klar.

Die direkt nach deinem Entschluss gekauften Laufschuhe haben dir einmal das gute Gefühl gegeben, den ersten und wichtigsten Schritt deiner neuen Laufkarriere gemacht zu haben. Was machen sie heute? Sie zeigen kaum Gebrauchsspuren und sind zur Zielscheibe deiner witzelnden und jetzt noch fitteren Freunde geworden. Den Gedanken, vielleicht noch einen guten Preis auf Ebay für die Treter zu bekommen, hast du aber schnell wieder verworfen und bist entschlossen, beim Halbmarathon anzutreten. Komme, was wolle. Eine gute Zeit hast du angeschrieben, jetzt heißt es: Hauptsache ankommen. Zusammenzureißen und bloß keine Panik bekommen.

Adrienne (adidas Runners Berlin) weiß nicht nur, wie du bei einem schlechten Trainingszustand am besten ins Ziel kommst, sondern auch, wie du deinen Lauf trotzdem so gut es geht genießen kannst. Den Berlin Halbmarathon im letzten Jahr ist sie direkt nach einer zweimonatigen Laufpause angetreten und hat ihn bis zum Schluss durchgezogen, obwohl sie auf den ersten Kilometern noch nicht wirklich von ihrem Plan überzeugt war.

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Mach es wie Adrienne – hier sind ihre…

5 Tipps für alle, die das Training haben schleifen lassen:

1. Such dir einen Running- Buddy. Das kann, besonders wenn man wenig bis gar nicht vorbereitet ist, einen riesigen Unterschied machen. Spätestens ab Kilometer 15 wirst du jemanden brauchen, der dich mit und eventuell sogar bis ins Ziel zieht.

2. Aquiriere gute Freunde zum Zujubeln. Ich hatte das unglaubliche Glück, dass meine liebste Freundin erst an Kilometer 7 auf mich gewartet hat, dann mit der Bahn zu Kilometer 13 gefahren ist und mir dann noch im Ziel zu gejubelt hat. Einfach zu wissen „Yeah. Da vorne irgendwo müsste sie wieder sein!“, bringt dich von negativen Gedanken ab und hilft dir motiviert und gut drauf zu bleiben, auch wenn die Beine schon schwer werden.

3. Setze dir kleine Ziele. Ich bin zwar mit dem Ziel angetreten den Halbmarathon erst nach 21 Kilometern zu beenden, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht von Beginn an. Ich habe mich eher an den Sehenswürdigkeiten orientiert und mir diese als Etappenziele gesetzt. Am besten ist etwas, das man schon aus der Ferne erkennt. Bei mir waren es das Brandenburger Tor, das Schloss Charlottenburg, die Gedächtniskirche und schließlich der Fernsehturm.

4. Erzähle möglichst vielen Leuten von deinem Plan. Wenn wir mal ehrlich sind, etwas Druck hilft immer. Und wenn Mama, Papa, die Nachbarin und die nette Verkäuferin aus der Bäckerei an der Ecke von deinem Plan wissen, werden sie dich auch fragen, wie es war. Und allein der Gedanke daran kann dich schon mal ein paar Kilometer lang davon abhalten, einfach die Bahn zum Ziel zu nehmen.

5. Auch wenn du selbst noch nicht ganz daran glaubst, bereite dich auf deinen Zieleinlauf und die Zeit danach vor. Nichts ist schöner, als seine eigenen Erwartungen zu übertreffen und verschwitzt im Ziel seinen Liebsten in die Arme zu fallen. Du wirst Hunger wie ein Bär und Schmerzen haben. Starke Schmerzen! Aber du wirst dich gleichzeitig so toll fühlen, dass du nur noch strahlen und deine Medaille polieren könntest.

HM©Kuechenmeister104

Gestern präsentierten wir euch Coach Tobias‘ Tipps für Ambitionierte und morgen folgen unsere Tipps für Strategen.

ENG: You will run the Berlin half but damn, you are not well prepared? Try Adriennes tips to reach your goal: 1. Search for a partner in crime. Don’t run alone, push each other. 2. Make sure that your friends and family will cheer you several times during the race. 3. What’s on the route? Look for historical sights and think of them as little milestones. It well help you to get through the 21,195 km. 4. Tell as many people as possible that you will run the half marathon. You know that they will ask how your race was and that will force you not to throw in the towel. 5. Imagine how you will cross the finish line and hug your waiting loved ones. You will be exhausted and in pain, but you will feel awesome! It’s worth it.