Es gibt unzählige Gründe dafür, einen Halbmarathon oder sogar einen Marathon zu laufen. Aber wer will, der findet unter Garantie auch genug Argumente, um es besser sein zu lassen. Ich habe höchsten Respekt vor allen, die sich so einer sportlichen Herausforderung stellen, welche meiner Meinung nach zu 70 Prozent im Kopf gemeistert wird. Man muss im wahrsten Sinne des Wortes einen langen Atem haben. Und es ist leicht, ein 21,0975 km entfernt liegendes Ziel aus den Augen zu verlieren, wenn man gerade einmal 5 Kilometer am Stück joggen kann.

Beim Berliner Halbmarathon am letzten Sonntag habe ich viele Community-Mitglieder durchs Ziel laufen sehen, darunter einige, die das erste Mal so eine Linie passiert haben. „Grenzüberschreitend“, fasst mein Co-Host Frank diese Erfahrung zusammen und ich ärgere mich ein bisschen, dass ich immer noch nicht weiß, wie so ein wohlverdientes alkoholfreies Finisher-Bier schmeckt. Es waren sogar manche dabei, die erst im vergangenen September zum Start von #boostberlin beschlossen haben, sich „jetzt vielleicht auch mal etwas mehr zu bewegen“. – „Der Gesundheit zuliebe“, ihr wisst schon. Alle, die am Sonntag in den Startblöcken standen, haben auf ihrem Weg dahin viele andere Gründe gefunden, um Laufen zu gehen. So viel ist klar.

So kann ein Wettkampf wie der Berliner Halbmarathon ganz unterschiedlich angegangen werden. Manche wollen unter dem Zug der Mitstreiter oder dem Push Publikums eine neue Bestzeit laufen. Andere möchten einfach nur die einzigartige Atmosphäre genießen, die es eben nicht beim sonntäglichen Dauerlauf im Grunewald oder an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Tiergarten zum Laufvergnügen oben drauf gibt. Marc ging erstmals als Pacer für eine andere Person an den Start und erlebte so bei seinem achten Halbmarathon irgendwie auch eine Premiere. Eine ungewöhnliche Erfahrung, die er nicht missen möchte. Bennys Highlight waren die Motivationstrommler am Streckenrand, ohne die das Rennen nicht dasselbe für ihn gewesen wäre. Manch einer löst mit so einem Rennen auch ein Versprechen an sich selbst ein. Und andere feiern das Leben. Die Stadt. Das Miteinander, das Gegeneinander oder beides. Von „Hauptsache durchkommen“ bis „jede Sekunde zählt“ ist alles dabei. Grundsätzlich kann man sagen: Es ist komplex. So übrigens auch das Fazit zur eigenen Halbmarathon-Premiere von Yousef, City Manager Berlin von adidas und Urvater dieser wunderbaren Community hier.

Nur ein Wort, das deinen Lauf beschreibt.
Ich habe mal in die Runde gefragt:

Patrick: Emotional. (2. Halbmarathon, 1:34:49)
Sascha G.: Verdammt! (2. Halbmarathon, 1:42:23)
Fab: Energie. (1. Halbmarathon, 1:32:12)
Claudia: Rausch. (1. Halbmarathon, 1:54:44)
Marieke: Ekstatisch. (2. Halbmarathon, 1:39:05)
Madeleine: Relaxed. (2. Halbmarathon, 2:02:59)
Nils: Gelungen. (1. Halbmarathon, 1:32:59)
Marc: Ungewöhnlich. (8. Halbmarathon, 1:49:52)
Lea: Aufregung. (1. Halbmarathon, 2:31:33)
Tobias. Erfolgreich. (8. Halbmarathon, 1:18:00)
Matze: Himmelhochjauchzendzutodebetrűbt. (1. Halbmarathon, 1:42:35)
Isa: Trotzreaktion. (4. Halbmarathon, 2:01:14)
Frank: Grenzüberschreitend. (1. Halbmarathon, 2:06:55)
Annika: Adrenalinspiegelüberwältigend! (1. Halbmarathon, 1:42:14)
Micha: Luxus. (15. Halbmarathon, 1:38:30)
Yousef: Komplex. (1. Halbmarathon, 1:47:49)
Julia: Durchgehalten! (6. Halbmarathon, 2:14:52)
Sascha W.: MenschenMenschenMenschenMenschenSchöneStreckeMenschen. (1. Halbmarathon, 1:59:10)
Samii: Nice. (2. Halbmarathon, 1:40:56)
Sophia: Glücksgefühle! (2. Halbmarathon, 1:49:53)
Benny: Motivationstrommler! (8. Halbmarathon, 1:52:22)
Alexia: Boomshakala! (1. Halbmarathon, 2:30:55)
Matti: Freude. (20. Halbmarathon, 1:40:41)
Nicole: Berauschend. (1. Halbmarathon, 1:55:02)
Anja: Unvergesslich. (1. Halbmarathon, 1:58:03)

 

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