2016 gehörte Joyce zu den ersten Mädels, die sich mithilfe unseres Trainingsprogramms Who Said Girls Can’t Race auf ihren ersten Marathon vorbereitet haben. Die gemeinsame Reise hat im wahrsten Sinne des Wortes zusammengeschweißt. Der Wettkampf war für alle Teilnehmerinnen eine grenzüberschreitende Erfahrung. Joyce resümiert: „Der Marathon ist für mich eine kurze Fassung des Lebens. Mit all seinen Höhen und Tiefen, mit Freude, Glück, Erschöpfung und Schmerz. Jeder noch so kleine Schritt zählt. Und wenn du schließlich über die Finish Line läufst, dann ergibt alles einen Sinn.“

Inzwischen ist Joyce nicht nur auf den Races dieser Welt zuhause, sondern als adidas Runners Berlin Captain ein fester Bestandteil unseres globalen Netzwerks geworden. Mit ihr als Host geht WSGCR nun in die zweite Runde. Wieso eigentlich eine Trainingsgruppe nur für Frauen? Joyce: „Jedes Jahr nehmen an die 40.000 Läufer beim Berlin-Marathon Teil. Nur 9.000 davon sind Frauen. In den Sechzigerjahren durften nur Männer am Marathon teilnehmen. Die längste Wettkampfdistanz für Frauen waren 800m. Kathryne Switzer meisterte als erste Frau weltweit den Boston Marathon. Ihre Vorbereitung waren knapp vier Monate.“

Joyce hatte sechs Monate Zeit, um sich auf ihre ersten 42,195 Kilometer vorzubereiten: „Diese sechs Monate haben mein Leben verändert. Sie haben mir gezeigt zu was ich imstande bin. Ich habe erlebt, was eine Gruppe an Frauen in einer so kurzen Zeit erreichen kann, wenn man gemeinsam an sich glaubt und sich gegenseitig unterstützt.“

Bald fällt der Startschuss für die zweite Runde von Who Said Girls Can’t Race. Die Captains in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Wien und Zürich haben sich viel Zeit genommen, um die richtigen Mädels zu finden. Entscheidend war nicht der aktuelle Fitnesszustand, sondern der Wille, einen Marathon zu laufen. Denn am Ende entscheidet der darüber, ob man im Ziel ankommt.