Es ist ausnahmslos so, dass ich mich nach dem Laufen besser fühle als vorher. Dabei gilt die einfache Faustregel: Je fetter der Schweinehund im Vorfeld, desto größer das Glücksgefühl hinterher. Und desto lauter die Freudengrunzer, von denen die für Läufer so symptomatischen Euphorie-Attacken begleitet werden. Also bei mir ist das so.

Obwohl ich regelmäßig laufen gehe und weiß, dass es mir nicht nur körperlich, sondern immer auch mental gut tut, kostet mich der Schritt vor die Tür manchmal echt verdammt viel Überwindung. Das Motivations-Tief erscheint dann unüberwindbar. Vorfreude ist immer da, wenn ein boost-Run mit vielen netten Menschen ansteht, aber alleine? Puh. Da finden sich viele gute Gründe, es einfach mal sein zu lassen.

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Es ist immer dasselbe Spiel: Bevor ich es ganz sein lasse, durchlaufe ich in der Regel ein 30-minütiges Stadium der Prokrastination. In dieser heißen Phase entscheidet sich, ob ich heute ein vorbildlicher #boostberlin-Host bin oder einer, der sich armselig unter der Bettdecke versteckt und fleißig „Gefällt mirs“ für boost-Runs und neue Bestzeiten verteilt, um Aktionismus vorzutäuschen. Letztens aber, da ging das Spiel mal gut aus.

Ich hatte mich durch eine nicht enden wollende Motivationsspruch-Galerie von Runner’s World geklickt. Die bunt zusammengewürfelten Zitate stammen von professionellen Athleten und Freizeitläufern und bringen auf den Punkt, was das Laufen für jeden so wertvoll macht. Etwa beim 30. Bild verspürte ich dann eine unbändige Lust mir die Laufschuhe zu schnüren. Und natürlich: Hinterher war ich glücklich und zufrieden. Grunz.

Ich hab diesen Motivations-Bringer mal abgespeichert, um ihn bei der nächsten Schweinehund-Kampfattacke als Ass aus dem Ärmel zu schütteln und um ihn euch zu empfehlen. Viel Spaß beim Klicken und Laufen!